{"id":100,"date":"2016-04-30T06:57:09","date_gmt":"2016-04-30T06:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/egidio4u.wordpress.com\/?p=41"},"modified":"2022-02-20T19:47:59","modified_gmt":"2022-02-20T19:47:59","slug":"meine-erwartung-truebt-mein-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp-box-eg2020.de\/?p=100","title":{"rendered":"Meine Erwartung tr\u00fcbt mein Verstehen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-erwarte-ich-beim-lesen-der-schrift\">Was erwarte ich beim Lesen der Schrift?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich las eben den Text des Tages in Johannes 6,60-69. Was stelle ich mir vor, wie Johannes einst diesen Text verfasst hat? Sa\u00df er da und h\u00f6rte die Stimme des Heiligen Geistes, der ihm diktierte oder in die Feder flie\u00dfen lie\u00df, was er dann auf sein Pergament brachte? Oder hat sich Johannes an all sein Erleben mit Jesus erinnert und wollte festhalten, dass diese Urerfahrungen nicht verloren gehen? Ging es ihm darum, eine authentische und ewig g\u00fcltige Fassung der Lebensgeschichte des Messias aufzuschreiben, damit nur ja niemand daran r\u00fctteln und zweifeln k\u00f6nnte?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Oder sa\u00df dieser \u00c4lteste im Kreis von Jungen, die an Jeshua glaubten und von diesem Seinem Lieblingsj\u00fcnger h\u00f6ren wollten, wie es \u201edamals war\u201c? Und dann fing Johannes an und es reihte sich eine Erinnerung an die andere. Er wusste ja, dass diese Jungen die anderen Evangelien schon kannten, oder doch vieles von Jeshua und Seiner Geschichte wussten. Sie fingen ja nicht heute erst bei Null an. Und wie er so erz\u00e4hlt, wird ihm das Eine und das Andere lebendig, und er reiht sie aneinander, die Geschichten, Anekdoten, Einzelereignisse, die etwas von Jesu Wesen aufleuchten lassen. Und dabei sp\u00fcren die Jungen, wie sein Herz zur\u00fcckgeht und wieder dort weilt zu Jeshuas F\u00fc\u00dfen. Sie sp\u00fcren seine Liebe und sein Feuer \u2013 war er doch nicht umsonst ein Donnersohn genannt! Auch jetzt im hohen Alter war das sp\u00fcrbar \u2013 nicht l\u00e4nger als jugendliches Ungest\u00fcm, jetzt war es vielmehr das Feuer einer innigen und tiefen Liebe, die nur darauf zulebte, wieder mit dem Einen vereint zu werden. Sie sp\u00fcrten die Wahrheit in dem Erz\u00e4hlen und gingen v\u00f6llig mit, die Jungen. Und dann schrieben sie es auf. Sie hatten den Klang der Erz\u00e4hlung im Ohr und sahen das gl\u00fchende Gesicht Johannes vor sich. Und sie schrieben es nieder, wie es in ihren Herzen wiederhallte. \u2013 Ob sie dabei schon sp\u00fcrten oder ahnten, dass sie nur bruchst\u00fcckhaft niederlegen konnten, was Johannes so anekdotenhaft erz\u00e4hlt hatte?<br> Was erwarte ich in diesen Buchstaben und Worten und S\u00e4tzen und Geschichten? Suche ich nach einer chemischen Formel, anhand deren ich den Glauben des Johannes neu darstellen k\u00f6nnte, eine Gebrauchsanweisung nach dem Muster: Eins, zwei, drei \u2013 man nehme \u2026 ? Oder ist es mir gegeben, im Geist zu den F\u00fc\u00dfen des alten Johannes zu sitzen, zuzuh\u00f6ren und zu lauschen, um dann hinzugehen und mit Jeshua in meinem eigenen Herzen Gemeinschaft zu haben und Seine Schritte nachzustolpern, so wie es nun einmal <em>mir <\/em>gegeben wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach meiner Erwartung werde ich auch diese Texte verstehen und das Bild vor mir sehen, wie es gewesen sein k\u00f6nnte. Und doch ist eben gerade dieses Bild nicht \u2013 ich m\u00f6chte behaupten nirgends \u2013 \u00fcberliefert. Wir lesen nur die trockenen Buchstaben und ein Bild entsteht dabei vor unserem inneren Auge. Eben, gem\u00e4\u00df unserer Erwartung, oder nach unserer Erfahrung wachsend und sich wandelnd.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch Menschen, die nur Oberfl\u00e4chliches erwarten: na ja, die J\u00fcnger haben eben damals erz\u00e4hlt, was sie sich so gedacht haben und wie sie mit dem Verlust fertig werden k\u00f6nnten. Sie haben sich gegenseitig Mut zugesprochen und die fr\u00fcheren Ereignisse zurechtgedeutet, damit in allem doch noch etwas Sinn bliebe. Darum m\u00fcssen wir alles nicht so arg w\u00f6rtlich verstehen. Es sind eben Geschichten, wie man sie sich so erz\u00e4hlt. Und man lebt halt weiter, was sollte man sonst tun? \u2013 Nein, mit so geringer Erwartung kann ich mich als Basis f\u00fcr mein Leben nicht begn\u00fcgen! Wo bleibt denn da der grundlegende Glaube an einen lebendigen Gott, der immer heute handelt. Nicht gestern und nicht erst morgen \u2013 bei Gott ist immer heute, auch wenn wir zur\u00fcckschauen k\u00f6nnen auf Sein Handeln einst und Ausschau halten nach Seinem verhei\u00dfenen Handeln in der Zukunft. F\u00fcr Gott ist es immer jetzt und in Beziehung zu genau den Menschen, die in diesem Augenblick am Leben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>So war auch f\u00fcr Johannes beim Erz\u00e4hlen nichts gestern, sondern alles war gegenw\u00e4rtig. Es war sein Leben mit dem auferstandenen, wenn auch verborgenen Herrn. Er erz\u00e4hlte keine Geschichten, sondern beschrieb, worin er lebte. Und die Jungen sp\u00fcrten das, sonst h\u00e4tten sie es nicht so aufbewahrt und festgehalten. Solches Vergegenw\u00e4rtigen war ihnen heilig und ist es bis heute. Ob dabei Ereignisse zusammengeschaut erz\u00e4hlt wurden, die urspr\u00fcnglich Tage oder Wochen auseinanderlagen, was machts? Sie sind doch heute gegenw\u00e4rtig, sind da und waren immer gemeinsam da, denn der, der sie tat, ist der Ewige!<\/p>\n\n\n\n<p> Erwarte ich eine akurate Geschichtsschreibung? \u201eDies geschah am 30. April des Jahres 2016, morgens um 6 Uhr 36.\u201c Oder bin ich im Moment mit dem vereint, der von sich sagen konnte: \u201eIch bin der Anfang und das Ende \u2013 Ich bin das Leben und die Wahrheit selbst!\u201c Ob Jeshua nun die Toten auferweckt im Augenblick inmitten unserer Zeitgeschichte, oder am Ende der Zeit, am J\u00fcngsten Tag \u2013 Er weckt sie auf und sie werden leben von Zeitalter zu Zeitalter. Ob er mich heilt inmitten meiner kurzen Schmerzen, oder erst am Ende, wenn Er mich zu sich rufen wird? Ich werde heil sein, das gen\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Suche ich in der Bibel Botschaft aus einem Augenblick f\u00fcr einen Augenblick in dieser Zeit, oder suche ich darin den lebendigen Herrn, der alles vielleicht anders tat, als es sich meiner Vorstellung darbieten mag, doch der in Wahrheit tat und tut, wovon ich lese, jetzt und alle Tage und in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen wir uns doch nicht den Zugang zu Seinem Herzen verstellen durch Erwartungen, die so begrenzt nur unserem Augenblick entsprechen w\u00fcrden. ER ist der Herr, der lebt und wirkt und uns, die Seinen liebt mit der selben Liebe, die Er damals zeigte zu den Menschen, von denen Johannes etwas aufleuchten lie\u00df. Ja, ER ist Herr, mehr noch: ER ist mein Herr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was erwarte ich beim Lesen der Schrift? Ich las eben den Text des Tages in Johannes 6,60-69. Was stelle ich mir vor, wie Johannes einst diesen Text verfasst hat? 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